Dorian Hunter (55) – Faust

Während Georg Rudolf Speyer alles versucht, das Wesen Alraune vor Mephistopheles zu retten, stellt sich Coco Zamis den Dämonen in der Gegenwart, denn dort trachtet die rachsüchtige Hekate ihr nach dem Leben und hält weiterhin ihren Sohn Martin gefangen.

Hatte ich mir nach dem Ende von „Mephistopheles“ noch mehr Hörspielzeit in Speyers Jahrhundert gewünscht, so setzt im Abschlussteil der Trilogie vor allem Coco Zamis die spannenden Akzente.

Etwa wenn sie nächtens mit Bethany Bail (grandios: Karin Rasenack) durch die Wälder streift, hinter jedem Baum ein blutrünstiges Rudeltier erwartend. Oder bei ihrer Rückkehr ins Mädchenpensionat und auf dem anschließenden Weg zur Entscheidungsschlacht gegen Hekate.

In der tiefen Vergangenheit entwirren sich derweil etliche Storyfäden, man muss allerdings schon genau hinhören, um den Überblick nicht zu verlieren.

Denn scheinbar treibt nicht nur Dr. Faust ein doppeltes Spiel.

Atmosphärisch fahren die Macher um Dennis Ehrhardt einiges auf, was für eine durchgehend packende und düstere Stimmung sorgt. Die Sprecher sind erstklassig, allen voran Claudia Urbschat-Mingues als Protagonistin und Erzählerin in den wirklich extrem spannenden Szenen rund um die „Erziehungsanstalt“.

Und am Ende heißt es wieder einmal Abschied nehmen von einer geliebten Figur, der wir Hörer einige der stärksten Hörspielfolgen der Serie zu verdanken haben.

So long, Georg.
Wir hören uns wieder in einem anderen Leben!

Weitere Infos gibt es hier, wo ihr das Hörspiel auch bestellen könnt!

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