Gruselkabinett (163) – Der letzte Wille der Stanislawa d´Asp

Graf Vincenz d´Ault-Onival verliebt sich unsterblich in die Tänzerin Stanislawa. Als sie schwer erkrankt, heiratet er sie sogar und rettet ihr so das Leben.
Doch anstatt ihm dankbar zu sein, beginnt Stanislawa ein finsteres Spiel mit ihrem Gatten, das schließlich in einer Wahnsinnstat sein grausiges Finale findet.

Zwar tummeln sich in der Geschichte von Hanns Heinz Ewers nicht so viele schlechte Menschen wie in dem Meisterwerk Alraune, allerdings kann es Daniela Hoffmann mit ihrer furiosen Darstellung der Stanislawa durchaus mit den durchtriebendsten Figuren der Hörspielgeschichte aufnehmen.

So muss der arme Trottel Vincenz unter anderem erdulden, dass ihn seine Frau vor aller Welt mit dem belgischen Playboy Jan Olieslagers (Dietmar Wunder) betrügt.

Aber Autor Ewers belässt es bedrohlicherweise nicht beim versauten Treiben der Titelheldin, sondern lässt sie ihre Boshaftigkeiten bis über ihren Tod hinaus fortführen.

Und so ist es das letzte Drittel des Hörspiels, welches sicher nicht nur mir länger im Gedächtnis bleiben wird.
Langsam dreht sich die Spannungsschraube, und auch der im wahrsten Sinn des Wortes wahnsinnig aufspielende Patrick Bach als Graf Vincenz verliert nach und nach den Verstand.

Freunde des flauschig-romantischen Grusels könnten mit den Ohren schlackern angesichts des blutig-irren Finales, das uns die Macher hier auftischen.

Alle anderen erwartet ein weiteres Ausnahmehörspiel innerhalb des „Gruselkabinetts“ aus der Feder des Stephen King des wilhelminischen Kaiserreichs.

Weitere Infos gibt es hier!

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