Sherlock Holmes (27) – Das Musgrave-Ritual

Reginald Musgrave, ein Studienfreund, bittet den jungen Holmes um Hilfe. In seinem Haus und mit seiner Dienerschaft gehen seltsame Dinge vor. Sein Butler, den er kurz zuvor wegen einer Indiskretion entlassen hatte, ist spurlos verschwunden. Eines der Hausmädchen scheint ihren Verstand verloren zu haben.
Haben die mysteriösen Ereignisse etwas mit einem alten Familienritual der Musgraves zu tun?

Wie schon in „Die Gloria Scott“ begeben wir uns auch in „Das Musgrave-Ritual“ zurück zu den Anfängen von Sherlocks Detektivkarriere. Und so ist in der Rolle des Meisterdetektivs wieder Julian Tennstedt, der Sohn des „alten“ Holmes Joachim Tennstedt, zu hören.

Eine sehr gute Wahl, denn der Sohn scheint die Spiel- und Sprechweise seines Vaters genauestens analysiert zu haben und liefert so ein perfektes jugendliches Abbild des Originals.

Anstelle des sonst üblichen Vorgeplänkels bei Tee und Pfeife hat sich Marc Gruppe einen ungewöhnlich humorvollen Beginn für das Hörspiel einfallen lassen. Dr. Watson thematisiert nämlich den fehlenden Ordnungssinn des Meisterdetektivs und erhält dabei wortgewaltige Unterstützung von der guten Mrs. Hudson (Regina Lemnitz), die kein gutes Haar an ihrem schlampigen Mieter lässt.

Nach Reginald Musgraves (Roman Wolko) Bericht kann dann die eigentliche Detektivarbeit beginnen.
Und in der Tat steckt im titelgebenden Musgrave-Ritual der Weg zur überraschenden Auflösung des Falls. Bis dahin müssen Holmes und sein Freund allerdings so manches Rätsel auf (und unter) dem Grundstück der Familie Musgrave lösen.
Ewige Kassettenkinder wie mich wird das Abenteuer vielleicht auch an klassische Fälle der drei Juniordetektive aus Rocky Beach erinnern, etwa „Der Fluch des Rubins“.

Technisch ist natürlich wie immer alles in Butter bei Titania Medien. Und ich hoffe sehr, dass dies nicht der letzte Auftritt von Julian Tennstedt als Sherlock Holmes war.

Eine Hörprobe gibt es hier!

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