Gruselkabinett (117) – Ewige Jugend

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Der junge Edelmann Emmerich Kemen beginnt eine verhängnisvolle Affäre mit der Gräfin Elisabeth Báthory, die von den Bewohnern der Umgebung gefürchtet wird. Stimmen die Gerüchte über die schrecklichen Ereignisse, die auf dem Anwesen der Gräfin stattfinden sollen? Emmerich findet die Wahrheit bald heraus.

Wer bei Google den Begriff „Blutgräfin“ eingibt, der stößt auf den Namen Elisabeth Báthory, deren Verurteilung als Serienmörderin im Jahr 1611 zur Bildung einer Legende um eine grausame Edelfrau geführt hat.

Das Hörspiel Ewige Jugend nach einer Geschichte von Leopold von Sacher-Masoch geizt nicht mit eindeutigen Gewaltdarstellungen und Darstellungen der Lust am Schmerz.
Aber glücklicherweise tut es Regisseur Marc Gruppe nicht auf reißerische Art und Weise, sondern macht aus dem Treiben der Gräfin gewohnt großes, gefühlsbetontes Hörkino, was Hörer moderner Horrorhörspiele auf den ersten Horch hin etwas schwülstig oder flauschig finden könnten.

Die Garanten dafür, dass das Ganze aber nie in Kitsch oder Gedöns abdriftet sind die begabten Schauspieler, allen voran diesmal Arianne Borbach (Synchronstimme von Catherine Zeta-Jones) in der Hauptrolle. Ein derart böses Weib und eine dermaßen von Sex und Gewalt verdorbene Story hat man beim Gruselkabinett seit dem Über-Hörspiel Alraune nicht mehr zu hören bekommen.

Ebenso gewaltig ins Zeug legt sich der Schauspieler Patrick Baehr in der Rolle des Emmerich, der in seiner Liebestollheit immer mehr der Gräfin Elisabeth verfällt, was schließlich in einem Blutbad im wahrsten Sinne des Wortes mündet.

In weiteren Rollen sind unter anderem Joachim Tennstedt, Maximiliane Häcke und Detlef Bierstedt zu hören, denn der Autor spendiert uns neben der Geschichte um Elisabeth und Emmerich noch einen Nebenplot, in dem es um die Rettung eines Dienstmädchens der Gräfin geht.

Mal wieder bleibt daher nur eine Kaufempfehlung meinerseits. Fein, versaut gut gespielt und technisch perfekt.
Greift zu!

Eine Hörprobe gibt es hier!

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