Sherlock Holmes (44) – Der zweite Hund

Eigentlich wollen Holmes und Watson nur an einem Golfturnier auf dem Anwesen eines Freundes teilnehmen, da erfahren sie vom gewaltsamen Ableben des allseits unbeliebten Daniel Benton.
Ein Mörder scheint bald ausgemacht, aber Holmes zweifelt an der Schuld des jungen Mannes und nimmt kurzerhand den Tatort sebst in Augenschein.

Wieder einmal hat Marc Gruppe eine Geschichte von Herman Cyril McNeile „verholmest“ und lässt den Meisterdetektiv außerhalb von London ermitteln.
Der rechthaberische Inspektor heißt diesmal nicht Lestrade sondern Johnston und wird von Michael Pan überzeugend gespielt.
Das fein gezeichnete Cover lässt erahnen, welch blutigen Tatort die Ermittler in dem Fall untersuchen müssen, allerdings wirkt für mich vieles, was Holmes im Verlauf der Handlung deduziert doch ziemlich konstruiert und eher unglaubwürdig, gerade wenn es um die Identifizierung des eigentlichen „Täters“ geht, der den Detektiven dann auch noch buchstäblich in die Arme läuft und sogar bereitwillig zu ihnen in die Kutsche steigt.

Überzeugender ist da schon die tragische und rührende Geschichte, die den Hintergrund für die dramatischen Ereignisse bildet.

Vor allem Christoph Jablonka, den viele als „neue“ Stimme von Homer Simpson im Ohr haben werden, liefert eine starke Leistung und lässt den Fall am Ende in einem ganz neuen Licht erscheinen.

Schön fand ich auch den Einsatz von Martin May (Suko aus „John Sinclair“) in der Rolle des etwas hochnäsigen Gastgebers von Holmes und Watson.

Kein schlechtes Hörspiel, aber sicher nicht der stärkste neue Fall innerhalb der Reihe.
Ich würde mich auch sehr über weitere Hörspieladaptionen von Doyle-Originalen freuen.

Weitere Infos gibt es hier!

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