Sherlock Holmes (21) – Die Beryll-Krone

sherlock holmes die beryll kroneEines Tages stürmt der Bankier Alexander Holder völlig aufgelöst in die Baker Street 221B. Ein vornehmer Herr hat bei ihm als Sicherheit für einen Kredit eine wertvolle Krone hinterlegt. Nun ist die Krone schwer beschädigt worden, und ein mit wertvollen Kristallen besetztes Teil des Schmuckstücks ist verschwunden. Wer ist dafür verantwortlich? Der missratene Sohn des Bankiers? Oder seine Nichte? Oder etwa der holzbeinige Verehrer des Dienstmädchens? Sherlock Holmes ermittelt.

Wie so viele Hörspiele steht und fällt auch dieses Kriminalstück mit seinen Schauspielern. Bei Titania Medien setzt man ja von jeher auf bekannte und talentierte Sprecher. Hier sind unter anderem Maria Koschny und Dietmar Wunder (John Sinclair) mit von der Partie.
Den größten Anteil am Gelingen dieser Hörspieladaption einer der schwächeren Holmes-Geschichten hat aber ganz klar der Uli Krohm (Monster 1983), der hier eine Glanzvorstellung hinlegt.

Es ist ein großer Spaß, ihn beim Jammern, Poltern und Schimpfen zu erleben, wenn er etwa gleich zu Beginn den beschaulichen Alltag im Heim von Holmes und Watson mächtig durcheinander bringt. Krohm beherrscht aber auch die leisen Töne, was er während einiger seiner eher besonnenen Erzählpassagen beweist. Ein echter Gewinn für das sowieso schon hochkarätigen Ensemble von Titania Medien.

Was die Atmosphäre und die Geräuschkulisse angeht, stellt die Geschichte keine großen Ansprüche an die Macher, denn sie spielt sich ausschließlich in den Räumlichkeiten von Holmes und in denen des Bankiers Holder ab.
Auch der Musikeinsatz wird auf ein angenehmes Mindestmaß reduziert, sodass man sich um so besser auf die einzelnen Figuren konzentrieren kann.
Ich für meinen Teil hätte Holmes allerdings gerne hörenderweise auf seinem Ausflug in die Stadt begleitet, wo er, um den Dieb des Kronenzackens zu entlarven, alleine und in Verkleidung Ermittlungen anstellt, über den er aber leider nur rückblickend berichtet.

Wie gesagt, die Story ist kein Glanzstück innerhalb des Holmes-Kanons, hat in der vorliegenden Adaption aber immer noch genug Potenzial für 50 Minuten angenehme Hörspielunterhaltung.
Und vor Uli Krohm ziehe ich meinen Hut.

Eine Hörprobe gibt es hier!

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