Der Outsider

In der Kleinstadt Flint City wird die grausam verstümmelte Leiche eines Kindes entdeckt. Als Täter steht schnell der beliebte Lehrer Terry Maitland fest. Die Beweise gegen ihn scheinen erdrückend, allerdings hat er für den Tatzeitpunkt ein Alibi. Die ermittelnden Beamten stehen vor einem Rätsel und müssen sich schließlich damit abfinden, dass sie nach einer übernatürlichen Ursache für das Verbrechen suchen müssen.

Stephen King lässt im ersten Drittel des Romans, das meiner Meinung nach am gelungensten ist, den Thrillerautor Harlan Coben eine für Terry Maitland nicht unwichtige Rolle spielen.
Und es scheint so, als wollte der Horrorkönig dem für seine wendungsreichen, spannenden und regelmäßig erscheinenden Türstopper bekannten Krimispezialisten nacheifern.
Auf jeden Fall krönt er das erste Drittel von „Der Outsider“ mit einem überraschenden und krassen Storytwist, der dem Roman eine neue Richtung für den weiteren Verlauf gibt.

Wenn sich im Anschluss das Geheimnis um den „Outsider“ zu entschlüsseln beginnt, überrascht der Roman mit der Rückkehr einer alten Bekannten.
Die schrullige und liebenswerte Holly Gibney, die seit dem Tod von Bill Hodges und dem Ende der „Mr.-Mercedes-Trilogie“ die Detektei „Finders Keepers“ leitet, wird in die Ermittlungen einbezogen und kann entscheidende Hinweise zum Täter geben.

Was der Autor schließlich an Bodysnatcher- und Formwandlermotiven rund um den „Outsider“ ins Feld wirft, das ist nicht unbedingt originell, aber auf weite Strecken gut und spannend erzählt.

Aber so sehr einen das Wiedersehen mit Holly auch freut, so stellt man sich zum Ende des Romans hin die Frage, ob dem Altmeister mit mittlerweile 71 Jahren nicht auch ein wenig die Ideen ausgehen.

Wir werden sehen. Der unermüdliche Schreiber Stephen King hat mit „Erhebung“ bereits eine weitere Novelle vorgelegt.
Mehr dazu demnächst in diesem Theater.

Hier gibt es weitere Infos zu „Der Outsider“!

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