Die wilden Hühner – Teil 1: Die wilden Hühner

Sprotte und ihre Schulfreundinnen wollen eine Bande gründen. Zum „Hauptquartier“ wird das Haus von Sprottes Oma. Es fehlen nur die Abenteuer. Diese lassen allerdings nicht lange auf sich warten, denn „Die Pygmäen“, die Jungsbande aus Sprottes Klasse, führt Fieses im Schilde.

Nachdem die Romane um die wilde Mädchenbande bereits vor einigen Jahren erfolgreich verfilmt wurden, erscheinen nun in Cornelia Funkes Verlag Atmende Bücher Hörspieladaptionen der Geschichten.

Produziert wird das Ganze von der Hamburger Soundschmiede German Wahnsinn, die neben zahlreichen Podcasts auch schon einige Kinderhörspiele herausgebracht hat.

So entsteht ein äußerst lebendiges und farbenfrohes Hörerlebnis, besetzt mit vielen jungen und unverbrauchten Stimmen und mit der hörbucherfahrenen Anne Moll als Erzählerin.

Die Figuren sind dabei glücklicherweise nicht so holzschnittartig gezeichnet wie in manch bekannter Endlos-KInderkrimihörspielserie, denn die Hühner haben nicht nur mit den Jungs aus ihrer Klasse zu kämpfen, sondern auch mit ganz normalen Problemen von Kindern und Jugendlichen.

Die Oma nervt, die alleinerziehende Mutter muss dauernd arbeiten, und das Mädchen in der Familie schafft es nicht, sich gegen seine großen Geschwister und die Eltern durchzusetzen.

Akustisch wird alles richtig gemacht. Angefangen bei dem eigens produzierten schmissigen Titelsong, über die fein gebauten Geräuschkulissen bis hin zum lebendigen Spiel aller beteiligten Sprecherinnnen und Sprecher.

Lediglich das immer wieder eingesetzte „Swoosh-Geräusch“ bei Szenenwechseln wirkt etwas befremdlich.

Erfeulich fand ich, dass die 1993 erstmals erschienene Geschichte in einer Zeit spielt, die noch nicht von Smartphones und Social Media verseucht ist.

Heraus kommt so ein zeitlos spannendes, aber auch angenehm entschleunigtes Abenteuerhörspiel für kleine und auch nicht mehr ganz so kleine Hörer.

Als Bonus ist eine Soundtrack-CD mit sieben Popsongs enthalten.

Weitere Infos gibt es hier!

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