Die Ferienbande jagt den verflucht dreckigen Schrat – Live

In ihrem siebten Abenteuer bekommen es Bernd, Baul, Bröckchen und Babsi mit einem unheimlichen Wesen, dem Schrat, zu tun, der in der Gegend des kleinen Örtchens Lerchenbach fürchterlich wütet. Also, ab auf die Räder, rein in die Zelte, auf in finstere Höhlen und am Ende sogar in verschiedene Realitäten. Ob sie wohl den Schrat schnappen werden?

Nanu? Am Ende des letzten Abenteuers sah es doch ziemlich finster aus für die Ferienbande, nicht wahr? Dieses Problem wird allerdings schon sehr früh von Baul geklärt, denn das vorliegende Hörspiel ist zeitlich zwischen den Folgen 4 und 5 angesiedelt. Ah, ja!

Obwohl es sich um kein im Studio produziertes Hörspiel handelt, sondern um einen Livemitschnitt vor Publikum, kommt größtenteils doch echtes Hörspielfeeling rüber, denn die Macher haben tief in die Geräusch- und Effektkiste gegriffen. Monstergrunzen, Gewitter, Sturm und Regen, Gruselwald-Atmo und sogar einen eigens komponierten „Schrat-Song“ gibt es zu hören.

Lediglich bei den Showeinlagen ist es wirklich schade, dass man nicht gleich noch eine DVD mit dazu gepackt hat.

Was die Besetzung angeht, so sind die bekannten Hauptsprecher zu hören, und mit ihnen viele der lieb gewonnenen Figuren vergangener Folgen. Ein Garant für Lacher ist der aus dem All zurückgekehrte, herrlich sarkastische Kommissar Tappert, toll interpretiert von Erzähler Matthias Keller. Aber auch mit Irene Hitchcock und einem verkrachten Illusionisten gibt es ein Wiederhören.

Der Humor ist natürlich Geschmackssache. Ich muss allerdings sagen, dass ich bei dem Hörspiel so viel gelacht habe, wie seit Die Ferienbande jagt das voll gemeine Phantom, dem meiner Meinung nach besten und ausgereiftesten Hörspiel der Reihe, nicht mehr. Sicherlich ist es wie immer von Vorteil, angemessen hörspielverrückt und ein Kassettenkind der 1980er Jahre zu sein, um mit all den Verweisen und Anspielungen etwas anfangen zu können.

Ganz am Ende wird es dann auch noch mal total skurril und abgedreht, was man im Rahmen der Möglichkeiten eines Live-Hörspiels aber wirklich sehr gut gelöst hat.

Als Bonus gibt es noch ein paar Outtakes. Und nicht nur beim Hören dieser Aufnahmen, sondern während des gesamten Hörspiels ist zu spüren, dass die Beteiligten echte Profis ihres Fachs sind und noch dazu selbst eine Menge Spaß bei dem Projekt gehabt haben dürften.

Weitere Infos gibt es hier!

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