Dorian Hunter (41.1) – Macumba

Hunters Suche nach Igor Lipvitz und Michael Zamis führt ihn, Jeff Parker und Marucha nach Rio. Wo ist die Leiche des Herrn der Toten? Und wer oder was verbirgt sich hinter dem gefürchteten Namen Macumba?

Es beginnt kafkaesk. Ein Mann erwacht und bemerkt, dass ihm ein Schweinekopf gewachsen ist. Fortan zieht er mordend und mit sich hadernd durch Rio.
Wo die Story hinführt, bleibt zum Ende des ersten Teils dieses Zweiteilers noch im Dunkeln.

Deshalb möchte ich mich diesmal vorwiegend auf die technische Umsetzung des Hörspiels konzentrieren.
Mich beeindrucken ja immer die detailreichen Geräuschkulissen und Effekte. Im vorliegenden Fall etwa die Atmosphäre während der Fahrten durch das geschäftige Rio, Alexandra Langes extrem dämonische Performance und der gelungene Einsatz von Native Speakern in den Nebenrollen. Auch Gerhard Garbers liefert eine verstörend gute Leistung als verzweifelt durch die Stadt streifendes Mischwesen halb Mensch, halb Schwein.

Und dann sind da immer wieder die scheinbaren Kleinigkeiten.
Es gibt zum Beispiel eine Szene, in der Dorian Hunter die verwüstete Wohnung in Rio verlässt, um auf der Dachterasse eine Zigarette zu rauchen.

Ich weiß nicht genau warum, aber ich kann mir diese Szene immer wieder anhören, weil sie einfach so geil gemacht und gemischt ist. Es fängt an beim Summen der Tür, geht weiter beim Klicken des Feuerzeugs und beim Sound des Verkehrs, tief unten auf den Straßen Rio de Janeiros.

Komponist Andreas Meyer möchte ich an dieser Stelle auch wieder einmal lobend erwähnen, denn wenn ich mich nicht komplett verhört habe, baut der Soundtüftler an manchen Stellen passend zur Geschichte auch verfremdete Schweinelaute in seine Stücke ein. Sehr schön zu hören etwa während eines Besuchs von Hunter und Marucha in einem Nachtclub.

Eine feine Folge, nahezu perfekt produziert und ein Fest für Soundfetischisten.

Weitere Infos gibt es hier!

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