Star Wars – Erben des Imperiums (01) – Der Wächter des Mount Tantiss

star wars der wächter des mount tantissFünf Jahre sind seit der Zerstörung des zweiten Todessterns und seit dem Ende des Imperators und seines Verbündeten Darth Vader vergangen. Die Bildung der Neuen Republik steht noch vor großen Probleme, die Überlebenden des Imperiums haben sich weitgehend zurückgezogen. Da tritt Thrawn, der letzte Großadmiral des Imperators auf den Plan: Er plant nichts geringeres als die endgültige Zerschlagung der Rebellion. Wichtige Werkzeuge dafür hofft er auf dem Planeten Wayland zu finden, wo die Schatzkammer des Imperators von dem dunklen Jedi Joruus C´baoth bewacht wird. Was der Wächter des Mount Tantiss allerdings als Gegenleistung verlangt bringt Luke Skywalker, Han Solo und seine schwangere Frau Leia in große Gefahr …

Um mich selbst im Star-Wars-Fan-Universum verorten zu können, möchte ich der Rezension ein paar kurze Bemerkungen voranstellen:

Die Original-Trilogie zählt zu meinen absoluten Lieblingsfilmen und birgt manch schöne Kindheitserinnerung.

Dagegen war Star Wars – The Phantom Menace die wohl größte Enttäuschung in meinem doch nun schon recht langen Leben als passionierter Kinogänger. Seither stehe ich jeglicher Produktion, um die im Vorfeld ein derartiger Medienhype veranstaltet wird, äußerst skeptisch gegenüber. Der erste Teil, und mit ihm die gesamte Prequel-Trilogie waren größtenteils gekennzeichnet durch schwammige Digitaloptik, nervtötende Nebenfiguren (Jar Jar Binks!!!) und hölzern agierende Mimen, deren Dialoge oft wie einem Grundschulschreibwettbewerb entsprungen klangen. Alles was danach noch folgte, etwa die klobig animierte Trickserie The Clone Wars, ging mir ebenfalls weitgehend am Allerwertesten vorbei, da es mich nicht die Bohne interessiert, was zwischen Episode 2 und 3 oder 1 und 6 noch so passiert ist.

Und nun noch George Lucas´ neuester Coup, alle sechs Teile in chronologischer Reihenfolge und in 3 D nochmal ins Kino zu bringen!

Klar, wird ja auch Zeit dass die Filme mal ein bisschen Profit abwerfen :-).

Mich schaudert es jetzt schon beim Gedanken daran, dass meine heute vierjährige Tochter in eine paar Jahren ankommen und darauf bestehen könnte, mit dem Gucken von Star Wars ebenfalls bei Episode 1 anzufangen, nur um nach der Sichtung von The Empire Strikes Back zu fragen, was am Ende von Episode 5 denn so besonders sein soll.

Aber nun zum neuen Hörspiel:

Ein Reiz der Geschichte liegt sicher darin, dass die Story um die Helden meiner Kindheit hier weitergesponnen wird. Es ist erfreulich, dass man den Sprechern der Hauptcharaktere Han Solo (Wolfgang Pampel), Leia (Susanna Bonasewicz) und Luke Skywalker (Hans-Georg Panczak) kaum anmerkt, dass seit ihren letzten Auftritten als deutsche Stimmen der Sternenkrieger fast 30 Jahre vergangen sind. Lediglich Wolfgang Pampel agiert am Anfang noch ziemlich hölzern, ja fast gelangweilt, spricht sich aber im Lauf der Geschichte warm.

Ebenso gefreut habe ich mich über die korrekte Besetzung von C-3PO mit Joachim Tenstedt. Seltsamerweise war der goldene Roboter in der deutschen Fassung von Episode 1, 2 und 3 nämlich mit dem Sprecher Wolfgang Ziffer besetzt worden.

Auch die restlichen Sprecher sind durchweg Profis aus dem Bereich Synchron, unter anderem sind Tobias Kluckert (Tom Hardy), Marion von Stengel (Pamela Anderson), Hubertus Bengsch (Richard Gere) und Till Hagen (Kevin Spacey) zu hören.

Die Geräuschkulisse trägt ebenfalls zum nostalgischen Feeling bei, zum Beispiel das originalgetreue Surren des Laserschwerts oder das Grunzen des Wookies Chewbacca. Dazu noch ein paar dezente Verweise an die Originaltrilogie. Und das alles auch noch unterlegt vom genialen Originalsoundtrack von John Williams! Fast schade, dass das „nur“ ein Hörspiel und kein Film ist.

Die Story rund um den Schatz des Imperators und um eine rätselhafte Alienrasse, die in der Lage ist, die Macht „einzudämmen“, klingt für mich als gelegentlicher Science-Fiction-Konsument noch etwas gewöhnungsbedürftig, bietet aber in der Auftaktfolge schon Gelegenheit für ein paar turbulente und toll geschnittene Actionszenen, die Regisseur Oliver Döring einmal mehr als wahren Meister seines Fachs ausweisen.

Die Hörspielfassung von Erben des Imperiums, dem ersten Teil der Thrawn-Trilogie von Timothy Zahn, wird vier Teile umfassen. Alle zwei Monate soll ein neues Hörspiel erscheinen. Der erste Teil macht in jedem Fall Lust auf mehr, und das ganz sicher nicht nur bei Fans der ersten Stunde.

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