Shining

stephen king shiningJack Torrance hat seinen Job als Highschoollehrer verloren. Da kommt ihm das Angebot des Managers des Overlook Hotels in den Bergen Colorados gerade recht. Er soll dort während der Winterpause als Hausmeister arbeiten, seine Frau und sein kleiner Sohn Danny dürfen ihn begleiten. Etwas stutzig wird er, als er erfährt, dass einer seiner Vorgänger in dem Hotel seine Familie ermordet hat. Außerdem plagen den hellsichtig begabten Danny zunehmend unheimliche Vorahnungen rund um das Hotel. Aber der Aufenthalt der Familie beginnt harmonisch, bis sich Jack mehr und mehr in der finsteren Geschichte des Hotels verliert. Das Overlook ergreift immer mehr Besitz von ihm, und auch seine eigenen Dämonen der Vergangenheit brechen sich auf eine für alle immer bedrohlicher werdende Weise einen Weg nach außen …

Shining habe ich mit etwa 14 Jahren zum ersten Mal gelesen. Und ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich nach der Lektüre des Kapitels, in dem Danny das „verbotene“ Zimmer mit der Nummer 217 betritt, für den Rest des Abends einen großen Bogen um unser Badezimmer gemacht habe.

Allein dieses und noch ein bis zwei weitere Kapitel des Romans lohnen die Lektüre, bzw. das Hören des Hörbuchs.

Dieses Mal ist nicht David Nathan der Vorleser, sondern Dietmar Wunder, bekannt unter anderem als deutsche Synchronstimme von Daniel Craig und Adam Sandler.

Von Nathan durch zahlreiche King-Lesungen verwöhnt, war ich anfangs etwas skeptisch, wurde aber bald eines Besseren belehrt, denn was Dietmar Wunder hier veranstaltet, das gleicht schon fast einem Ein-Mann-Hörspiel.

Seien es nun Dannys unheimliche Traumsequenzen oder Jacks immer unberechenbarer Charakter, Wunder liest, spielt, tobt, bangt und schreit, das es eine wahre Freude ist. Ich bin ja sonst kein großer Fan eines all zu extrovertierten Vortrags, aber dieser akustische Trip in die Tiefen des Wahnsinns hat mich wirklich sehr beeindruckt.

Glücklicherweise zählt Shining auch nicht zu jenen Werken Kings, die sich all zu gern in der schier endlosen Schilderung von Marginalien verlieren, der 600-Seiten-Roman (17 Stunden Spielzeit) ist durchweg spannend, ohne dabei das Innenleben seiner Figuren zu vernachlässigen.

Willkommen im Overlook!

Wo rotgesichtige Monster mit Murmelaugen lauern, und augenscheinlich harmlose Dinge wie ein Feuerwehrschlauch oder eine Betonröhre genügen, um Protagonisten (und Hörer!) in Angst und Schrecken zu versetzen.

Das ungekürzte Hörbuch ist als Download bei Audible erhältlich!

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