Sherlock & Watson (02) – Ein Fluch in Rosarot

sherlock und watson ein fluch in rosarotIn London kommt es zu einer Reihe unerklärlicher Selbstmorde. Als bei einem der Toten eine Nachricht gefunden wird, zieht Inspektor Lestrade Sherlock Holmes zurate. Der entdeckt bald Verbindungen zwischen den Todesfällen und stößt auf ein dunkles Geheimnis, das weit in der Vergangenheit liegt.

Diesmal lassen sich klar Parallelen zum ersten Holmes-Fall Eine Studie in Scharlachrot erkennen.
Wie im Original kehrt auch in der modernen Fassung von Viviane Koppelmann der kriegsversehrte John Watson aus Afghanistan nach London zurück und sucht dort nach einer neuen Bleibe.

Kaum hat er Bekanntschaft mit seinem zukünftigen Mitbewohner gemacht, schleppt ihn dieser gleich mit zu seinem neusten Fall.
Dessen Lösung ist eher von klassischer Ermittlerarbeit gekennzeichnet, was dem Ganzen noch mehr das Flair eines Radiokrimis gibt.

Johann von Bülow und Florian Lukas sind schon jetzt ein perfekt aufeinander eingespieltes Team. Und man merkt beim Hören deutlich, dass viele der Szenen im Ensemble gespielt wurden, was dem Hörspiel insgesamt einen natürlichen und „echten“ Grundton verleiht.

Ich würde mich freuen, wenn man die weiteren Geschichten mit etwas mehr Action und Spannung anreichert. Es müssen zwar nicht derart aberwitzige Story-Kapriolen sein, wie sie die Autoren der Fernsehserie Sherlock gerade in der zuletzt ausgestrahlten Staffel geschlagen haben, dennoch sollten die Macher sich nicht scheuen, sich insgesamt noch weiter von den Originalen zu entfernen.
Gerne würde ich auch noch viel mehr über die Nebenfiguren erfahren, die größtenteils nur in Holmes´ und Watsons Internetchats auftauchen, etwa Watsons Schwester Harry oder den wieder kurz als graue Eminenz auftretenden Mycroft Holmes, der übrigens von Kai Magnus Sting sehr treffend interpretiert wird.

Alles in allem ist aber auch das zweite Abenteuer von Sherlock & Watson ein auch für Holmes-Neulinge sehr empfehlenswertes Kriminalhörspiel. Für die weiteren Geschichten wünsche ich mir von den Machern lediglich etwas mehr Wagemut, weg vom reinen Pastiche, hin zu mehr Eigenständigkeit.

Weitere Infos gibt es hier!

 

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