Sherlock Holmes (29) – Die Junker von Reigate

Sein letzter Fall hat Holmes schwer erschöpft zurückgelassen. Watson verdonnert ihn daraufhin zu einem Erholungsurlaub auf dem Land. Auf dem Landsitz eines Freundes soll der Meisterdetektiv zur Ruhe kommen.
Allerdings kommt es in Reigate erst zu einem Einbruch und schließlich zum Mord an einem Kutscher. Holmes hat Blut geleckt und macht sich an die Ermittlungsarbeit.

Es ist vor allem das toll aufspielende Ensemble, das diesen Fall zu einem großen Hörvergnügen macht.
Neben den perfekt aufeinander eingespielten Hauptdarstellern sind unter anderem Horst Naumann, Lutz Riedel („Jan Tenner“) und der von mir sehr geschätzte Matthias Lühn im Einsatz.
Auch Philine Peters-Arnolds ist als Margery Mapleton ein weiteres Mal im Einsatz. Die Figur wurde übrigens nicht von Arthur Conan Doyle, sondern von Marc Gruppe erdacht und trat erstmals in einem von ihm geschriebenen Pastiche-Fall in der Reihe „Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs“ auf.

Ins Zentrum von Holmes´ Ermittlungen rücken schnell die Dienstherren des ermordeten Kutschers.
Ob die wirklich die Mörder sind, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Allerdings läuft die Entlarvung des Täters / der Täter für Holmes-Verhältnisse ziemlich skurril ab, sozusagen vor versammelter Mannschaft.

Sherlocks abschließendes Plädoyer ist dann aber wieder ein großer Spaß. Einmal mehr darf der Meisterdetektiv in seiner herrlich genial-klugscheißerischen Art seinen Weg hin zur Ermittlung des Täters seinen erstaunten Zuhörern präsentieren. Und einmal mehr glänzt Joachim Tennstedt in der Rolle, die ihm inzwischen wirklich in Fleisch und Blut übergegangen ist.

Trotz eines etwas chaotischen Höhepunkts und einiger bekannter Versatzstücke ist auch die Geschichte um „Die Junker von Reigate“ ein fein produziertes und kurzweiliges Hörspiel geworden.
Es gibt weiterhin keinen besseren Hörspiel-Holmes als den von Titania Medien.

Hier findet ihr eine Hörprobe!

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