Porterville – Staffel 3

Die Zeitreise geht weiter. Wir begleiten Emily und Jonathan nach „Draußen“, wo es alle Anschein nach gar nicht so lebensfeindlich zugeht, wie den Bewohnern von Porterville immer weisgemacht wird.
Wir erfahren, was mit dem legendären „Roten Baron“ Manfred von Richthofen wirklich passiert ist, erleben aus der Sicht zweier Gefängnisinsassen den Beginn des Untergangs der Stadt. Und wir hören Bürgermeister Sato beim Sterben zu.

Das alles wird wie gewohnt von bekannten und begabten Synchronsprechern vorgelesen, teilweise unterlegt mit Effekten und Musik. Zu den Vorlesern gehören diesmal unter anderem Oliver Rohrbeck (Die drei ???), Gerrit Schmidt-Foß (Point Whitmark), Manja Doering (Synchronsprecherin von Natalie Portman) und Marius Clarén (Jake Gyllenhaal),

Alle verstehen ihr Handwerk und führen gekonnt durch die verschachtelt angeordneten Kapitel, die nur langsam einen Blick auf das Gesamtbild möglich machen.

Es wird aber klar, dass die Stadt Porterville mit ihrem Untergang zu rechnen hat, und dass die Grenzen nach „Draußen“ zu fallen drohen.

Ein Problem dieses dritten Teils der Porterville-Geschichte ist allerdings, dass am Ende zu viele der aufgeworfenen Fragen unbeantwortet bleiben. So spielt etwa der Cliffhanger am Ende von Staffel 2 fast gar keine Rolle mehr. Und der Untergang der Stadt wird eher aus der Sicht der „Opfer“ und nicht aus Sicht der „Rebellen“ geschildert.

Und ebenso wie die letzten 15 Minuten von Christopher Nolans Film Interstellar dafür gesorgt haben, dass schlussendlich doch Her von Spike Jonze als bester Science Fiction Film des Jahres 2014 gelten muss, trübt auch die letzte Viertelstunde dieses Hörbuchs den eigentlich positiven Gesamteindruck gewaltig.

Ich will nichts verraten, mir ging der abschließende Ausflug in die tiefe Vergangenheit allerdings viel zu weit. Sollten sich die Macher für eine Fortsetzung der Porterville-Saga entscheiden, wird man nach dem irrwitzigen Schlussakt von Staffel 3 jedoch jede Menge tiefe Logikgräben zuschütten müssen.

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