Offenbarung 23 (42) – Die Illuminaten

T-Rex hat sich gerade aus seinem unfreiwilligen Schweizer Asyl davon gemacht, da wird er zuerst von russischen und anschließend von amerikanischen Agenten entführt. Alle haben es auf seine neuesten Recherchen abgesehen. Sie drehen sich um den Untergang der „Estonia“, auf der, wie T-Rex zu wissen glaubt, mehrere Tonnen Plutonium transportiert wurden. Und nun versuchen natürlich allerlei finstere Gestalten, an die wertvolle und gefährliche Fracht auf dem Meeresgrund zu gelangen …

Erstmal: Schön, dass es endlich weitergeht. Ich persönlich halte Offenbarung 23 für das abgefahrenste Hörspielserienprojekt der jüngeren Vergangenheit. Nach der Trennung des ursprünglich produzierenden Labels LPL Records von Autor Jan Gaspard und dem erfolglosen Versuch, die Serie mit neuer Storyline am Leben zu erhalten, hat sich nun das Label Highscore Music an die Produktion weiterer Folgen gemacht und dazu den Originalautor wieder mit an Bord geholt. Die Story schließt somit an die Ereignisse der letzten von Jan Gaspard geschriebenen Folge (Nummer 29) an.

Was die Sprecher betrifft, gibt es einige Änderungen. T-Rex wird ab jetzt von Alexander Turrek gesprochen. Turrek hat unter anderem bereits in einigen Folgen der Hörspielreihe Titania Gruselkabinett mitgespielt. Der Hacker Tron wird von Jaron Löwenberg gespielt, den Hörspielfans vielleicht als neuen Larry Brent aus der Neuauflage der gleichnamigen Serie kennen. Aber es gibt auch ein Wiederhören mit einigen alten Bekannten, so etwa mit Till Hagen (Synchronstimme von Kevin Spacey) als undurchsichtiger Ian G., Marie Bierstedt (Synchronstimme von Kirsten Dunst) als Trons und Georgs Freundin Nolo und Helmut Krauss als Erzähler.

Und man kann sagen, dass sowohl die Neuzugänge als auch die „alten Hasen“ ihre Arbeit wirklich gut machen. Alex Turrek erinnert sogar entfernt etwas an den Ur-Georg-Sprecher David Nathan. Lediglich an Schmuserapper Xavier Naidoo als „neuen“ Tupac Shakur werde ich mich noch gewöhnen müssen.

Die Story ist ähnlich durchgeknallt wie die meisten früheren Folgen, mir ist die erste neue Geschichte lediglich etwas zu actionlastig. Erzähler Helmut Krauss alias Nat Mickler bringt es ziemlich am Anfang schon schön auf den Punkt: „Zwei Mal entführt. Und das noch vor dem Frühstück.“

Sicher, wer an die Serie mit Vernunft und Logik rangeht,der kann es auch gleich bleiben lassen, aber ich fände es besser, wenn die eigentlichen Verschwörungstheorien nicht zugunsten übertriebener Hau-drauf-Action vernachlässigt würden.

Ach ja, und die Sache mit der wundersamen „Rettung“ aus der Gondel geht sogar für abgedrehte O23-Verhältnisse ein wenig zu weit …

Aber sei´s drum, das gute alte, leicht schaurige O23-Feeling („Was wäre, wenn an dem Ganzen auch nur ein Fünkchen Wahrheit dran wäre?“) ist zurück und ich bin sehr gespannt auf die weiteren Abenteuer von Georg und seinen Verschwörern. Nur bitte nicht immer so doll auf die Kacke hauen, bitte. 🙂

Weitere Infos gibt es hier!

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