IRIS

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Zu Beginn begeben wir uns auf eine Raumstation, die in einer Umlaufbahn um den Jupitermond Europa kreist. Doch eines der dort laufenden Experimente führt zu einer Katastrophe an Bord der Station.
Kurz darauf dockt Captain Hatcherson mit seinem Transporter an der Station an. Er begibt sich zusammen mit seinem ersten Offizier an Bord. Dort erwartet die Raumfahrer das pure Grauen.

Wer sich heutzutage mit einem Science-Fiction-Hörspiel auf den Markt wagt, der muss in jedem Fall mit starker Konkurrenz mithalten können. Etwa mit der Überserie Mark Brandis, der Space Opera Heliosphere 2265 oder dem atemlosen Actionfeuerwerk Perry Rhodan – Plejaden.

Allerdings muss sich der geneigte, exzellent bekopfhörte (Sennheiser Momentum On Ear) Hörer von IRIS schon nach den ersten Minuten des Hörspiels keine Sorgen machen, dass Regisseur und Hauptdarsteller Marc Schülert und das Team vom Label Ohrenkneifer ihrer Aufgabe nicht gewachsen sein könnten.
Den Hörer erwartet ein extrem atmosphärischer, exzellent gespielter und soundtechnisch ausgefeilter Horrortrip in die unendlichen Weiten des Weltraums.

Marc Schülert und Detlef Tams bestreiten einen Großteil des Hörspiels zusammen und bilden ein perfektes Team an Bord der Station. Während ihrer gemeinsamen Szenen ist auch gut zu hören, dass die beiden Sprecher gemeinsam im Studio standen und im Studio im Stil klassischer Radiohörspiele wie auf einer Bühne gespielt haben.

Das satte und detailreiche Sounddesign sorgt dafür, dass im Hintergrund die Triebwerke wummern, die Computer fiepen und auch der ein oder andere Schockeffekt ordentlich in die Hörerglieder fährt.

Die Story von IRIS, die auf einer Kurzgeschichte basiert, wird Liebhaber von Science Fiction nicht unbedingt überraschen. Viele der darin enthaltenen Elemente sind aus Genreklassikern wie etwa Alien, Body Snatchers und so mancher Star Trek – Episode bekannt.

Dennoch überrascht das Hörspiel aber immer wieder mit interessanten Einfällen und Verneigungen vor den genannten Klassikern. So erinnert etwa das kuschelige Timbre des Bordcomputers „Paps“ nicht zufällig an die deutsche Synchronisation (gesprochen von Peter Schiff) des Computers HAL 9000 aus Stanley Kubricks Kultfilm 2001 – Odyssee im Weltraum.

Schön fand ich auch das Finale der Geschichte, das ganz untypisch für einen Mix aus Science Fiction und Horror, eher ein Finale der leisen Töne ist.

Abschließend gibt es, wie gewohnt vom Ohrenkneifer, wieder ein informatives Making Of, bei dem uns Marc Schülert Interessantes zur Entstehungsgeschichte des Hörspiels erzählt.

IRIS ist ein perfekt produzierter Weltraum-Thriller, dem man anmerkt, dass seine Macher das Genre kennen und lieben, und bei dem man als Hörer gern bereit ist, auch den ein oder anderen bekannten Pfad noch einmal neu zu beschreiten.

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