Hamlet

HamletDer König von Dänemark ist tot. Seine Witwe Gertrude bleibt auf dem Thron – und heiratet schon nach einem Monat den Bruder ihres Mannes, den neuen König Claudius. Das gibt dem Sohn des toten Königs, Hamlet, zu denken, und dann erscheint auch noch der Geist des toten Vaters und bestätigt: Claudius hat ihn umgebracht, mit Wissen von Mama Gertrude. Hamlet soll den Mord rächen. Nur leider ist Hamlet ein Kopfmensch und alles andere als ein gnadenloser Rächer. Also stellt er sich erst einmal wahnsinnig, um ungefährdet prüfen zu können, ob der Geist die Wahrheit gesagt hat. Damit verwirrt er nicht nur das Königspaar, sondern auch viele andere. Und wie es in einer echten Shakespeare-Tragödie sein muss, sind am Ende viele, aber mehr gute als böse Menschen tot.

Hamlet ist wohl das bekannteste Stück Shakespeares überhaupt, und so gibt es mehrere Hörspiele dieses Werkes. Der Audio-Verlag hat eine alte und bisher ziemlich unbekannte Aufnahme wieder aufgelegt. Sie ist auf 97 Minuten beschränkt, also kräftig gekürzt, was aber den Handlungsablauf nicht beeinträchtigt, sondern ihn sehr straff wirken lässt. Die Sprecher sind erstklassig, allen voran Christoph Bantzer als Titelheld. Er war in den 1970er und 80er Jahren ein viel beschäftigter Fernsehstar, heute ist er eher selten zu sehen.

Wolfgang Reichmann als Claudius und Charles Regnier als wortdrechselnde Oberfhofschranze Polonius, sowie Renate Müller als Hamlets unglückliche Geliebte Ophelia sind ebenfalls gute Sprecher. Die heute bekannteste Stimme gehört Christiane Hörbiger, die hier die Königin Gertrude spielt, ganz weit entfernt von ihren oft mütterlichen Rollen aus dem Fernsehen (Das Erbe der Guldenburgs).

Eine gute Aufnahme, ein Stück Weltliteratur in kompakter Form. Eine Empfehlung für alle Fans des Mediums Hörspiel, die den Griff zur Buchvorlage vielleicht scheuen.

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