Gruselkabinett (82) – Der Zombie

Auf einer Karibikinsel, Mitte der 1930er Jahre:

Zwei alte Herren, die sich in der Karibik niedergelassen haben, erzählen sich schauerliche Geschichten. Jaffra da Silva berichtet von einer mysteriösen Nacht, in der ihm etliche Spukgestalten begegnet sind, sein Freund Granville Lee dagegen weiß allerhand Schauerliches über einen seiner Diener zu berichten.

Wer menschenfressende Untote im Stil von The Walking Dead erwartet, der wird sicher enttäuscht sein. Beim neuesten Streich des Gruselkabinetts handelt es sich eher um eine untypische Zombiegeschichte.
Die Erzählung des alten Jaffra da Silva, großartig gesprochen von Mogens von Gadow (Synchronsprecher von Joe Pesci), bietet neben unheimlichen „Hänge-Zombies“ sogar die Begegnung mit einem Werwolf.
Die eigentliche Geschichte beginnt mit der Erzählung von Mr. Granville Lee, dessen Diener mit dem außergewöhnlichen Namen Brutus Hellmann nach einem eigentlich harmlosen operativen Eingriff wiederholt von einem dämonischen Wesen heimgesucht und verletzt wird.

Kein typischer Zombie, wie sich schließlich herausstellt, eher eine Gestalt wie sie auch aus einer der Geschichten von H. P. Lovecraft hätte stammen können, der übrigens ein guter Freund des Autors Henry S. Whitehead war.

Eine große Freude ist der Auftritt von Gerd Holtenau als Mr. Lee. Holtenau ist mit seiner unverwechselbar knödelig-kehligen Stimme seit Jahrzehnten durch unzählige Synchron- und Hörspielrollen (Bibi Blocksberg, Jan Tenner) bekannt.

Zu den beiden Grandseigneurs der Sprecherzunft gesellt sich dann auch noch Jürgen Thormann (Synchronsprecher von Michael Caine), der in seiner Rolle als Arzt schließlich Licht ins Dunkel zu bringen versucht und zum Ende nochmal gewaltig an der Fantasyschraube dreht.

Ein Hörspiel wie ein guter Wein. Qualitativ hochwertig, schön altmodisch aber modern im Abgang, und noch dazu mit einem geschmackvollen Sprechercast.

Eine Hörprobe gibt es hier!

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