Gruselkabinett (77) – Das Feuer von Asshurbanipal

Steve Clarney und sein afghanischer Weggefährte Yar Ali sind im Jahr 1928 auf der arabischen Halbinsel unterwegs, um einen sagenumwobenen Edelstein zu finden. Um das „Feuer von Asshurbanipal“ ranken sich allerlei finstere Legenden und Mythen. Die beiden unerschrockenen Schatzjäger tun das alles zunächst als abergläubischen Humbug ab. Das ändert sich allerdings mit ihrer Ankunft in der „Stadt der Teufel“, in der der Rubin zu finden sein soll.

Der Name Robert E. Howard stand innerhalb des Titania Gruselkabinetts meist für übersinnliche und oft auch ziemlich gruselige Geschichten (Der Grabhügel, Schwarze Krallen). Und auch der Schatzsucher-Plot des vorliegenden Hörspiels führt am Ende zur Aufdeckung eines finsteren und grausamen Geheimnisses.

Leider ist die Zeit bis dahin aber eher leidlich spannend, wenngleich man den beiden Hauptsprechern wirklich keinen Vorwurf machen kann. Wolfgang Pampel, der sein Indiana-Jones-Image wohl nie wieder loswerden wird, spielt den waghalsigen Steve Clarney, Tayfun Bademsoy, ebenfalls ein erfahrener Synchronsprecher, spielt den nicht ganz so furchtlosen Yar Ali. Wie gesagt, der Weg bis zum Schatz ist etwas langatmig geraten, das Hörspiel hätte insgesamt gut und gern 10 bis 15 Minuten kürzer ausfallen können.

Außerdem wirkt die üppige Musikuntermalung an manchen Stellen etwas zu wuchtig und droht die spannende Atmosphäre beinahe unter sich zu begraben. Auch hier wäre weniger manchmal mehr gewesen.

Die Auflösung ist allerdings schlüssig und bietet Robert-E.-Howard-Fans abschließend auch ein (ersehntes) Quantum Action und Fantastik mit Verweisen auf den Chtulhu-Mythos.

Insgesamt ist aber auch die Nummer 77 des Gruselkabinetts ein gut gemachtes Hörspiel, das sich nahtlos in die Reihe einfügt und an dem, trotz kleiner Schwächen, Freunde des gepflegten Grusels sicherlich ihre Freude haben werden.

Eine Hörprobe gibt es hier!

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