Gruselkabinett (170) – Eine wahre Vampir-Geschichte

Die Steiermark 1894:

Baron Wronski bringt von einer Reise einen Gast mit, den geheimnisvollen Grafen Grigori Vardalek. Dieser Fremde hat bald einen starken Einfluss auf Gabriel, den Sohn des Barons, und auf die französische Erzieherin Mademoiselle Vannaert. Carmela, die Tochter des Barons, beginnt Unheil zu ahnen und nach einer gruseligen Begegnung in der Nacht ist sie sicher, dass der Graf eine tödliche Gefahr für die Schlossbewohner darstellt. Kann sie die Katastrophe verhindern?

Es ist wirklich erstaunlich, wo Titania immer wieder neue Gruselgeschichten hernimmt, da muss man sicher schon ganz schön tief in der Literaturgeschichte forschen. Aber die Ergebnisse lohnen sich immer wieder. Dieses Hörspiel bringt zwar keine neuen Varianten des Vampirromans, aber wen stört das wirklich? Herausgekommen ist ein atmosphärisch dichtes, darstellerisch erstklassiges Hörspiel, das vor allem im Mittelteil ganz schön gruselig wird. Die Sprecherinnen und Sprecher sind toll.

Allen voran nenne ich hier Martin May (John Sinclairs treuen Freund und Kollegen Suko), der hier als böser Graf Männer und Frauen gleichermaßen heimsucht und doch immer wieder als charmanter Gentleman überzeugt.

Daneben Arianne Borbach als Erzählerin und Luisa Wietzorek als die junge Carmela. Auch die anderen Rollen sind sehr gut besetzt, und Titanias fleißige und durchaus auch von Erfolg gekrönte Suche nach alten Hörspielgrößen sorgt hier einmal mehr für ein schönes Wiederhören. In diesem Fall ist noch einmal Bernd Kreibich Teil des Ensembles, den Hörspielfreunde der 1970er Jahre aus den legendären Karl-May-Hörspielen von Konrad Halver kennen dürften, wo er Kara Ben Nemsis Gefährten Hadschi Halef Omar spielte.

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