Gruselkabinett (159) – Das kalte Herz

Der arme Köhler Peter Munk wünscht sich mehr von seinem Leben und lässt sich auf einen Handel mit zwei Waldgeistern ein, die ihm dafür die Erfüllung seiner Wünsche versprechen. Aber vor allem der hinterlistige Holländer-Michel verlangt einen hohen Preis für seine Gunst. Er will Peters Herz rauben und ihm dafür einen kalten Stein in die Brust setzen.

Ein überraschender Beitrag ins Gruselkabinett, dennoch weiß die Hörspieladaption von Wilhelm Hauffs Schauermärchen sehr gut zu unterhalten.
Zwar nimmt sich das Hörspiel viel Zeit, um seine Hauptfiguren einzuführen, aber durch das gekonnte Spiel der beteiligten Schauspieler kommt keine Langeweile auf.

Uli Krohm überzeugt als dämonischer Holländer-Michel, exemplarisch etwa in der Szene, in der er Peter zum ersten Mal in seine Höhle führt, wo die geraubten Herzen aufbewahrt werden Gudo Högel verleiht dem „Glasmännlein“ eine comichafte, aber niemals alberne Stimmfarbe.
Gegen Ende glänzt die ewig jugendlich klingende Reinhilt Schneider als Peters barmherzige Ehefrau.
Und es ist vor allem Jonas Minthe in der Hauptrolle, der den jungen Peter Munk auf dem Weg vom armen Köhler hin zum kaltherzigen Ich-Menschen so wunderbar lebendig werden lässt.

Zwar hätte „Das kalte Herz“ auch gut in Titanias bald startende Märchenreihe oder in die Specials gepasst, fügt sich aber trotz seiner Märchenhaftigkeit auch gut ins Gruselkabinett und braucht sich qualitativ nicht vor anderen Exoten („Der Schimmelreiter“) innerhalb der Reihe zu verstecken.

Eine Hörprobe gibt es hier!

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