Gruselkabinett (156) – Krabat

Der arme Bauernjunge Krabat beschließt eines Tages, sein Elternhaus zu verlassen und bei einem Müller in die Lehre zu gehen. Wie es scheint, hat sich der Meister allerdings mit finsteren Mächten eingelassen. So lernt Krabat neben dem Müllerhandwerk auch die Kunst der Zauberei.

Hier handelt es sich nicht um eine Adaption des berühmten gleichnamigen Jugendbuchs von Otfried Preußler. Marc Gruppe hat sich für diese Hörspielfassung am sächsischen Sagenschatz bedient, der auch Preußler als Inspiration für seinen Roman diente.

Kenner des Preußlerbuchs mag daher verwundern, dass Krabats Lehrzeit auf der Mühle im Hörspiel relativ zügig abgehandelt wird. Und während im Buch die Liebe zu einem Mädchen dem Zauberlehrling schließlich Erlösung bringt, verliebt sich der Krabat im Hörspiel in einen der Mühlknappen.

Ich finde das Hörspiel sehr abwechslungsreich, denn man lernt so viele weitere Facetten der Figur kennen, etwa dass er von Zeit zu Zeit auch ein ziemlicher Spaßvogel sein kann.
Oder wir erfahren von seiner Freundschaft zum sächsischen König, dem er sogar das Leben rettet. Und wie er schließlich zum Wohltäter für seine Mitmenschen wird.

Mein größtes Lob geht an den Hauptdarsteller Tom Raczko, der Krabat zu jeder Zeit überzeugend Leben und Gefühl einhaucht. Wunderbar auch Axel Lutter als dämonischer Mühlenmeister.
Die mehr märchenhafte als schauerliche Atmosphäre wird durch den Einsatz zahlreicher klassischer Musikstücke getragen.

Den geneigten Hörer erwartet ein lebhaftes und buntes Hörspielabenteuer, aus dem sicherlich auch Liebhaber des Romans von Otfried Preußler den ein oder anderen Mehrwert werden ziehen können.

Weitere Infos gibt es hier!

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