Gruselkabinett (128) – Der Streckenwärter

Mit dieser Geschichte widmen sich die Macher des „Titania Gruselkabinetts“ einem der klassischsten Themen der Schauerliteratur. Übernatürliche Erscheinungen wollen die Lebenden vor Unheil warnen, werden von diesen aber als Bedrohung interpretiert.

So geschieht es dem Streckenwärter, der von der Erscheinung einer Gestalt gequält wird, die immer wieder im Vorfeld schrecklicher Ereignisse auftaucht, und ihn zu warnen scheint.
Ein Reisender freundet sich mit dem Streckenwärter an und versucht mit ihm hinter das Geheimnis der Erscheinung zu kommen.

Ein echter Klassiker nach Charles Dickens, überwiegend inszeniert als Zwei-Mann-Kammerspiel mit den beiden Hörspiel- und Hörbuchprofis Rolf Berg und Matthias Lühn in den Hauptrollen.
Da kann eigentlich nichts schief gehen. Und das tut es auch nicht. Außerdem hat das Hörspiel mit angenehm kompakten 44 Minuten genau die richtige Länge für die Adaption einer Kurzgeschichte.

So treffen sich die beiden Freunde also Nacht für Nacht in der Bahnwärterhütte. Und der Reisende muss weitgehend hilflos mit ansehen, wie der Streckenwärter zunehmend an seiner Situation verzweifelt.
Folglich ist es vor allem Rolf Berg, der in dem Hörspiel sein Können zeigen kann. Er steigert die Verzweiflung seiner Figur genau im richtigen Maß von Minute zu Minute, ohne dabei jemals zu übertreiben oder gar zu chargieren.
So lange, bis es zum tragischen Finale der Geschichte kommt, das Gruselneulinge vielleicht sogar ein wenig überraschen wird und obendrein Timmo Niesner (Synchronstimme von Elijah Wood) die Gelegenheit für einen verzweifelt guten Auftritt gibt.

Ein klassisches Schauerstück, toll gespielt, geradlinig und ohne viel Schnickschnack erzählt. Davon darf es gerne mehr geben!

Eine Hörprobe gibt es hier!

PS: Sehr, sehr geiles Cover!

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