Foster (07) – Im Körper eines Menschen

Rogers ist tot, ermordet von der besessenen Jazz, die Foster für ein riskantes Unternehmen gewinnen will.
Er und Kyle Jones sind auf die Spur der „Quelle des Wissens“ gestoßen, auf deren Grund sie eine Waffe gegen den Dämon Sebul vermuten. So machen sich Foster und Jazz schließlich auf den Weg in eine andere Dimension. Und sie landen direkt in der Hölle.

Schön reißerische Synopsis, was? :-)
Im Fall von Folge 7 der Serie „Foster“ ist allerdings eher der Weg das Ziel, denn am spannendsten und originellsten wird die Geschichte bis zum Zeitpunkt von Fosters Übertritt in die dämonische Zwischenwelt.
So entsteht etwa großes Ohrenkino zwischen Thomas Nero Wolff und Antje von der Ahe, wenn Foster Jazz in ihrem Gefängnis mit den Konsequenzen ihres mörderischen Handelns konfrontiert.
Amüsant wird es beim erneuten Auftritt von Hacker Sniff (Asad Schwarz), und ich bin sicher nicht der Einzige, der bei der Übertrittssequenz zur „Quelle des Wissens“ schmunzelnd an den Kultfilm „Zurück in die Zukunft“ denken muss.

Mit Schreckeffekten geht Regisseur Oliver Döring diesmal eher sparsam um, so ist diese Folge atmosphärisch etwa kein Vergleich zum Nervenzerrer „Die Hexe“.

Aber das macht nichts, denn man hat sich eine recht originelle Story mitsamt einem vielversprechenden finalen Plottwist rund um die „Quelle des Wissens“ einfallen lassen.

Außerdem wird mit Frank Glaubrecht (John Sinclair) als Gerald Norris ein starker Nachfolger für den zuletzt halb gefressenen Rogers (Frank Schaff) präsentiert, denn Glaubrecht gefällt sich und uns hörbar in seiner für ihn eher ungewöhnlichen, ziemlich arschlochigen Rolle.

Der Aufenthalt auf der anderen Seite bietet zwar akustisch nichts wirklich neues, wie erwähnt ist der abschließende Plottwist aber sehr gelungen.
Und man darf auch von Meister Döring, der wie kein anderer das Geisterjägerhörspielgenre geprägt hat, nicht bei jeder Produktion die Neuerfindung des Hörspielrads verlangen.
So bleibt „Foster“ weiterhin erste Wahl für alle Freunde perfekt gemachter und angemessen gruseliger Hörspielunterhaltung.

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