Fallen (01) – Paris

fallen paris

Ich kann eine gewisse Befangenheit meinerseits nicht abstreiten, denn meine Freude darüber, dass Marco Göllner endlich wieder Hörspiele macht, ist einfach zu groß.
Schließlich hat er in den letzten Jahren mit seinen Arbeiten für die Mystery-Serie Dorian Hunter und zahlreichen Hörspielumsetzungen von Romanen des Fantasy-Autors Kai Meyer (Loreley, Die Geisterseher) immer wieder gezeigt, welche akustischen und dramaturgischen Überraschungen in dem immer noch von vielen als Kinderkram verschrienen Medium Hörspiel stecken.

Da ist er also nun, der erste Teil einer auf sechs Teile angelegten Serie mit dem Titel Fallen.

Zu Beginn pfeift der Wind, jemand fällt aus großer Höhe. Ein Schrei. Und Flügelschlagen.

Friedrich von Gartner, ein ehemaliger Soldat der Schweizer Garde bekommt von seinem früheren Arbeitgeber ein neues Jobangebot. Offenbar ist in Paris ein leibhaftiger Engel gesichtet worden.
Gartner soll im Auftrag des Heiligen Stuhls ermitteln, und nebenbei so auch gleich noch die Existenz Gottes beweisen.

Derweil scheinen sich auf Erden tatsächlich verschiedene Gruppen von Engeln zu bekriegen. Und es tauchen übersinnlich begabte Menschen auf, die in der Lage sind, die Himmelsboten zu sehen.

Zwar bleibt vieles noch rätselhaft in dieser Auftaktfolge, dennoch wird bereits ein überzeugendes Bedrohungsszenario aufgebaut. Gut gegen Böse, diesmal wie es scheint in Form von mit Schwertern bewaffneten Engeln.

Akustisch sorgt Regisseur Göllner mit einem bombastischen Soundtrack (inklusive Himmelschöre!), schnellen Schnitten und originellen Soundeffekten für die von ihm gewohnte Perfektion.
Was die beteiligten Schauspieler angeht, vertraut man zum Großteil auf bekannte Synchronsprecher wie Tilo Schmitz, Till Hagen und Frank Schaff.
Für die Rolle des Ermittlers konnte man den Schauspieler Frank Röth gewinnen. Für mich eine Hörspielneuentdeckung, die aber auf ganzer Linie überzeugt. Er gibt dem Helden eine sehr menschliche Note.

Und dann ist da noch Lilli Martha König (Loreley, Dorian Hunter), die in ihrer Rolle des übersinnlich begabten Mädchens Elisabeth nicht nur das Herz von Friedrich von Gartner erweicht.

Ein starker Auftakt, der, ähnlich wie Oliver Dörings End Of Time, in keine Schublade passt. Zum Glück, denn an Geistern, Hexen und Vampiren hat man sich auf dem Hörspielmarkt mittlerweile satt gehört.

So kann ich abschließend zur Zusammenarbeit von Marco Göllner und Imaga eigentlich nur noch Willy Brandt zitieren:

„Es wächst zusammen, was zusammen gehört.“

Hier geht es zur Facebookseite des Labels Imaga!

Und jetzt aber fix!

Wer ein Exemplar des Hörspiels gewinnen möchte, schickt so schnell wie möglich eine Mail an:

gewinnspiel@hoerspielsachen.de

Betreff: DER MARCO MACHT WIEDER HÖRSPIELE!!!

Einsendeschluss: 23. Juli, 23:59 Uhr.

Merci, Imaga!

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