Dorian Hunter (13) – Wolfshochzeit

dorian hunter wolfshochzeitNach den letzten Ereignissen in Wien kehrt Hunter zurück nach London. Dort erwacht er nach einer Autofahrt in Gegenwart seiner Verbündeten vom Secret Service. Dorian soll für den grausamen Mord an sieben Menschen verantwortlich sein. Und außerdem eröffnet ihm sein „Chef“ Trevor Sullivan, dass er nicht länger die Alleingänge des Dämonenkillers unterstützen will. Denn zu viele Leichen pflastern mittlerweile Hunters Weg. Wir als Hörer sind allerdings schon etwas schlauer, denn in dem furiosen ersten Kapitel der Geschichte erleben wir, dass nicht Dorian sondern sein Bruder Jörg Eklund in Gestalt eines Werwolfs für das zuvor erwähnte blutige Massaker verantwortlich ist. Eklund will den Dämonenkiller mit allen Mitteln vernichten. Und so kämpft der dieses Mal einen ziemlich einsamen und aussichtslos erscheinenden Kampf gegen seine ehemaligen Verbündeten vom Secret Service und gegen ein äußerst mächtiges Mitglied der Schwarzen Familie …

Schon die Eingangssequenz ist grandios. Da hören wir nämlich den erwähnten Jörg Eklund, wie er sich in Wolfsgestalt genüsslich durch eine Festgesellschaft frisst und dürfen obendrein dem ersten mir bekannten Akt von Sodomie in einem Hörspiel lauschen.

Und was dann kommt ist eine wirklich atemlose Hetzjagd bei der der Dämonenkiller alle Tricks und Kniffe anwenden muss, um seine Unschuld zu beweisen.

Was die Sprecher betrifft, so war ich besonders überrascht von Kerstin Draeger, vielen Fans bestimmt noch bekannt aus EUROPA-Hörspielen der 80er Jahre, wie etwa „Tom & Locke“ oder „TKKG“. Wie sie die im wahrsten Sinn des Wortes männerfressende Werwölfin Jennifer gibt, das lässt einem schon für kurze Zeit die Haare zu Berge stehen.

Ebenso großartig spielt Michael Prelle die Rolle des Jörg Eklund. Ein Typ, dem man nun wirklich nicht im Dunkeln begegnen möchte.

Für die nötigen Lacher zur Auflockerung sorgt diesmal Regina Lemnitz in der Rolle von Hunters Haushälterin Martha Pickford. Wie sie am zusammen mit Phillip und Dorian versucht in die „Werwolf-Villa“ einzubrechen, ist stellenweise wirklich spaßig. („Miss Pickford, wissen Sie was eine Räuberleiter ist?“ )

Die Effekte sind wie immer erste Sahne, vor allem die Verwandlung von Eklund in einen Werwolf, die Wolfslaute und seine tief dröhnende Stimme in Werwolfsgestalt bringen Boxen und Kopfhörer zum Vibrieren.

Auch die Musik hat mich bei dieser Folge sehr positiv überrascht. Zum Beweis solltet ihr euch einfach mal die letzten 1 ½ Minuten von Track 29 anhören. So wie ich, gefühlte 20 Mal, die Finger tun mir vom Mitklopfen immer noch weh. Geilere Mucke gibt´s zurzeit in keiner anderen Hörspielserie zu hören.

Und während sich „unser“ Dorian auf die Jagd nach einem weiteren Bruder macht erfahren wir im letzten Track noch ein Geheimnis aus tiefer Vergangenheit, das Raum für zahlreiche Spekulationen lässt.

Als Fazit bin ich dicht dran hier die Höchstnote zu vergeben. Für mich ist „Wolfshochzeit“ eine der besten, wenn nicht sogar die bisher beste Folge der Serie. Hier stimmt eigentlich alles, ich warte sehnlichst auf die Fortsetzung.

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