Die Ferienbande und der krass üble Rächer – Teil 2: Rückfall

Die bisherigen Ermittlungen haben ein Trümmerfeld hinterlassen. Der Direktor des Zirkus Sarani ist tot und mit ihm die Mitglieder zahlreicher Hörspieljugendbanden. Das Ermittlerteam um Oberhauptkommissar Wasmeier und Kommissar Tappert ist heillos zerstritten und sucht Hilfe bei einer Supervisorin.
Die Ferienbande stößt derweil tief unter der Erde auf ein großes Geheimnis. Und diese Entdeckung veranlasst die Vier zum Aufbruch in ihr bisher wohl spektakulärstes Abenteuer.

Wieder mal ist das Problem der Besprechung, dass man dem geneigten Interessenten eigentlich überhaupt nichts verraten darf, um den Spaß an dem Hörspiel nicht zu verderben.

Für uns Hörspielkinder der 1980er Jahre hält auch der zweite Teil der Trilogie um den krass üblen Rächer wieder allerlei Anspielungen auf die gute alte Hörspielzeit bereit.

Angefangen beim formidablen Soundtrack, der an Carsten Bohns Melodien zu zahlreichen EUROPA-Hörspielen jener Zeit erinnert. Aber auch grauenhafte Phänomene der damaligen Popmusik halten Einzug, wie etwa das sonnengebräunte und joggingbeanzugte Duo „Modern Talking“.

Ich möchte jedem Käufer empfehlen, vor dem ersten Durchlauf nicht das Booklet zu lesen. Denn dann verdirbt er/sie sich nur den Spaß am kurzen Wiederhören mit einem weiteren berühmten Juniordetektiv, dessen Abenteuer unter Fans heute Kultstatus genießen.

Richtig außergewöhnlich wird das Hörspiel, sobald die Chaosdetektive sich auf ihren spektakulären Trip begeben, auf den ich allerdings nicht näher eingehen werde, denn das würde zu viele Überraschungen vorwegnehmen.

Anhand dieses abgefahrenen Abenteuers lassen sich allerdings nicht nur die technischen Fähigkeiten der Macher Sven Buchholz und Kai Schwind („Locke & Key“, „Kill Shakespeare“) erkennen, sondern einmal mehr ihre Liebe für das Medium Hörspiel und seine treuen, detailverliebten, bisweilen fanatischen Fans.

In diese Metaebene werden wohl nur all jene Hörer vordringen können, die mit Namen wie Carsten Bohn und Schlagworten wie „Alte Abmischung“ etwas anfangen können.

Und mir, der all zu gern über akribische Sammler abgenudelter Hörspiel-MCs („Suche Auflage schwarz, geschraubt mit gelbem Label!“) und Langspielplatten milde lächelt und sich mittlerweile weitgehend mit Spotify begnügt, lief beim Hören angesichts von so viel Wertschätzung für unser schönstes Hobby der Welt die ein oder andere Gänsehaut über den Rücken.

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