Die drei ??? (168) – GPS-Gangster

die drei fragezeichen gps gangsterDie drei ??? haben das Geocaching für sich entdeckt. Als Mitglieder der „Trackcracker“, einer Gemeinschaft von Geocachern in Rocky Beach sind sie fleißig auf Schatzsuche in und um ihre Heimatstadt unterwegs. Doch aus dem Spiel wird Ernst, als ein geheimnisvoller Verbrecher auf der Bildfläche erscheint, der auf seinen Raubzügen immer wieder Caches mit Rätselversen hinterlässt.

„Ich muss daran denken, dass die neue Ölbohrplattform so dicht vor der Inselgruppe im Santa-Barbara-Kanal liegt, und dass sie die Umweltschützer auf den Plan ruft.“

Das ist vielleicht der intelligenteste Satz, der je in einem ???-Hörspiel gesprochen wurde, Er stammt aus der Folge Riff der Haie, aus einer Zeit, in der die Geschichten um das ewig junge Detektivtrio manchmal noch so etwas wie Substanz hatten.

Dem gegenüber wird heutzutage größtenteils der ewig gleiche Einheitsbrei aus Rätselquatsch und Verbrecherhatz geboten. Und wie immer, wenn sich die Autoren einem vermeintlich hippen Zeitgeistphänomen widmen, kann das natürlich nur gewaltig in die Hose gehen.

„Verfasst“ hat die Vorlage zu diesem Blähbauch von einem Hörspiel der Meister der Rätselversdichtung und des orientierungslosen Overwritings, Marco Sonnleitner.

So kommt gleich im ersten Rätseltext allen Ernstes die Zugspitze (!!!) vor, und alle Aufgaben werden natürlich, wie in den letzten Jahrzehnten üblich, mehr oder weniger im Vorübergehen gelöst. So verläuft auch die Rätseljagd auf den Obergauner weitestgehend spannungsfrei.

Sprechertechnisch überzeugen einzig die Hauptdarsteller und der Vollprofi Lutz Mackensy (Fünf Freunde), der einen  amüsanten Kurzauftritt hat.

In den Nebenrollen haben sich diesmal ein paar echte Hörspielgurken eingeschlichen, eigentlich ungewöhnlich für die Macher um Heikedine Körting, die doch sonst weitestgehend auf Profis setzen.

Wieder mal ein Ärgernis von einem Hörspiel, dessen zutiefst alberne Auflösung wenigstens am Ende noch einmal die Schlagadern des genervten Hörers hervortreten lässt. Der „Tick“, der schließlich zur Entlarvung des Täters herangezogen wird, beschert dem Ganzen nämlich ein Finale, wie man es bescheuerter wohl seit Todesflug nicht mehr zu hören bekommen hat.

Rette uns, Kari Erlhoff!!!

Eine Hörprobe gibt es hier!

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