Die drei ??? (203) – Tauchgang ins Ungewisse

Die kleine Jorunn sucht Hilfe bei den drei Detektiven. Sie ist überzeugt davon, ihr ehemaliges Kindermädchen wiedergesehen zu haben. Bei Nacht. In Gestalt eines Seehunds. Aber das scheint unmöglich, denn das Kindermädchen ist seit über einem Jahr tot.

Eine nervige Auftraggeberin im Geiste einer Allie Jamisson, ein alter Erzfeind und ein abtrünniger dritter Detektiv. Was kann da schon schief gehen?
Eigentlich nichts, zumal die Vorlage von Kari Erlhoff stammt.
Und so macht die Nervensäge Jorunn den drei Buben ordentlich Feuer unterm Hintern in ihrem futuristisch anmutenden Anwesen am Meer.

Zwar wirkt das Gesamtkonstrukt aus Rätsel, Fantasy und Unterwasserabenteuer an manchen Stellen ziemlich „drüber“, kann über weite Strecken aber gut unterhalten.
Bobs Beweggründe, sich auf ein undurchsichtiges Spiel mit dem FBI einzulassen, wirken ebenfalls etwas befremdlich. Andererseits ist es auch mal wieder schön, eines der drei Satzzeichen einen eigenen Weg beschreiten zu sehen.

Die Sprecher sind allesamt gut gewählt. Die sicher nicht mehr ganz so kleine Lilith Gebauer als Jorunn (Wird das nicht eigentlich „Jorünn“ ausgesprochen?) spielt angemessen forsch und enervierend. Udo Schenk und Astrid Kollex geben ein überzeugendes Ermittlerduo.

Ein echtes Ärgernis ist allerdings die Tatsache, dass der titelgebende Tauchgang ins Ungewisse, die spannendste Passage des Buchs, komplett ausgespart und sozusagen nur im Vorübergehen erwähnt wird.

Wenn schon 77 Minuten Spielzeit sein müssen, dann die doch bitte mit den wichtigsten und spektakulärsten Teilen der Geschichte füllen.

Alles in allem ist das Hörspiel in seiner konsequent leichten Überdrehtheit aber durchaus gelungen. Wir alten Hörspielgreise werden an der ein oder anderen Stelle zwar meckern, aber die Zielgruppe wird es lieben.

Weitere Infos gibt es hier!

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