Der Tod in mir

paul cleave der tod in mirEdward Hunter lebt an und für sich ein beschauliches Leben. Frau, Kind, guter Job und einen Vater, der als verurteilter Serienmörder im Gefängnis sitzt. Doch eines Tages ändert sich Edwards Leben schlagartig. Seine Frau wird bei einem Banküberfall erschossen. Und in Edward erwachen langsam aber gewaltig seine eigenen Dämonen, denn er sinnt auf Rache. Hat er vielleicht die mörderischen Eigenschaften seines Vaters geerbt? Trägt er den Tod in sich?

Dass Serienkiller zu Sympathieträgern taugen, das weiß man spätestens seit Das Schweigen der Lämmer oder aktuell aus der grandiosen US-TV-Serie Dexter.

Edwards Rachefeldzug kommt allerdings recht behäbig in Gang. Gerade in der ersten Hälfte des Romans passiert erschreckend wenig. Hatte ich zu Beginn noch auf ein krasses Selbstjustiz-Drama gehofft, lösten sich diese Erwartungen ziemlich schnell in Langeweile auf. Was dann folgt ist nämlich auch nicht wesentlich spannender. Mithilfe seines Daddys macht sich Eddie auf den Weg, die Killer seiner Frau einen nach dem anderen zu eliminieren. Das allerdings auf ziemlich einfallslose Weise, und stets im Widerstreit mit seinen inneren Dämonen, denn eigentlich will er nämlich gar kein böser Bube sein.

Aber auch am Ende, am Weihnachtstag (sic!) in einem Schlachthof (sic! sic!) kommt es zu keinem wirklich dramatischen Showdown.

Vorleser Martin Kessler, bekannt aus zahlreichen Hörspielprodukionen und noch bekannter als deutsche Synchronstimme von Nicolas Cage tut unterdessen sein Bestes damit die Langeweile nicht überhand nimmt. Seine trockene, eher nüchterne Vortragsweise passt sehr gut zu dem Stoff, und auch für den bösen Humor der ab und an aufblitzt findet er den richtigen Ton.

Insgesamt bleibt Der Tod in mir aber nicht mehr als ein ein netter, kleiner Thriller für zwischendurch und im Vergleich zu früheren Werken des Autors, wie etwa Der siebte Tod doch eher eine Enttäuschung.

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