Der Horla

Der Erzähler berichtet in Tagebucheinträgen von einer unheimlichen Erscheinung, die ihm nachts den Schlaf und die Lebensenergie raubt. Der Horla bringt sein Opfer nach und nach um den Verstand. Eine Katastrophe scheint unausweichlich.

Jens Wawrczeck zeigt in seiner eigenen Hörbuchedition von jeher eine Vorliebe für unheimliche und spannende Stoffe.
Hier nimmt er uns mit auf eine 76 Minuten lange Tour de Force, die von Hörspielkenner Kai Schwind (Die Ferienbande) inszeniert, und im Rahmen einer Performance im Berliner Glaspalast Theater aufgezeichnet wurde.

Unterstützt wird Wawrczecks eindringliches Spiel zudem von einem düster-melodischen Soundtrack, für den der Musiker und Hörspielpodcaster Martin Stelzle (Ohrcast) verantwortlich zeichnet.

Das alles ergibt ein schauriges und stimmungsvolles Gesamtpaket, das weit mehr ist als nur eine Lesung. Denn Jens Wawrczeck macht aus der Seelenpein des Ich-Erzählers ein wahrhaftes Ein-Mann-Hörspiel, das dem geneigten Hörer sicher des öfteren wohlige Schauer über den Rücken jagen wird.

Gewissermaßen als Bonus darf man auch noch Jens Wawrczeck als Sänger erleben, denn er gibt am Anfang und am Ende der Performance klassische Balladen von Claude Debussy und Robert Schumann zum Besten.

„Der Horla“ ist ein (alp-)traumhaftes Hörerlebnis mit viel, viel Atmosphäre und einem fabelhaften Interpreten.

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