Agatha Christie – Drei Hörspiele

Der Hörverlag hat da ein paar feine alte Agatha Christie Hörspiele ausgegraben. Die Veröffentlichung der jetzt schon dritten CD-Sammlung von Agatha Christie macht Hoffnung, dass da noch mehr Schätze in den Archiven liegen und hoffentlich bald gehoben werden können.

Die drei Hörspiele sind unterschiedlichen Datums, das hört man der Aufnahmequalität auch an. Zeugin der Anklage und Stimme aus dem Grab stammen aus den 60er Jahren und sind natürlich soundtechnisch noch weit von heutigen Ansprüchen entfernt, wesentlich neuer sind die Legalen Tricks aus dem Jahre 2000. Allerdings können sich alle drei Geschichten, was die Spannung und die verblüffenden Lösungen angeht, die Hand reichen. Christie-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten.

Im einzelnen:

Die Zeugin der Anklage  ist die mit Abstand bekannteste der drei Stories. Das Hörspiel ist natürlich sehr eng an der Vorlage, die man mit dem Witz des berühmten Billy-Wilder-Films nicht vergleichen darf. Hier geht es sehr viel ernsthafter zu. Die Sprecher hinterlassen einen guten Eindruck, allen voran Peter Fröhlich als der unschuldig angeklagte Leonard Vole. Lediglich die Sprecherin der Haushälterin klingt etwas aufgesetzt.

Die Stimme aus dem Grab ist mit Sprechern wie Ernst Fritz Fürbringer und Edith Heerdegen, die älteren Hörern sicher ein Begriff sind, glänzend besetzt. In dieser Geschichte passt es besonders gut, dass sie technisch etwas antiquiert  wirkt, das  wirkt atmosphärisch sehr gelungen und stimmig.

Die Legalen Tricks stehen den beiden anderen Geschichten in nichts nach. Angelika Bartsch und Claus-Dieter Clausnitzer sind hervorragend, und der Rest  sorgt für eine Stimmung, die sehr christie-typisch ist.

Alles in allem: Die drei Geschichten sind wirklich feinste Krimi-Unterhaltung, bestens geeignet für einen verregneten Herbstabend.

Eine Hörprobe gibt es hier!

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